NAS

Worum geht es in diesem Post?

Wir zeigen dir, wie du ein eigenes NAS erstellen kannst. Somit kannst du z.B. einen alten PC wieder verwenden und auf den Kauf eines teuren NAS verzichten. Diese Anwendung Eignet sich für den Privatgebrauch als auch KMU oder grössere Firmen, welche wenig Dateien zu schreiben haben.

Einführung

Oft ist ein alter PC noch da und das Budget klein. Somit wird oft ein NAS gekauft, mit welchem es keinen grossen Spass macht auf lange Zeit zu arbeiten. Nebst dem, dass auch schwache NAS eher als teuer eingestuft werden, ist es trotzdem günstiger, ein altes Gerät zu verwenden. Die Energiekosten, welche der PC mehr benötigt als das NAS kann je nach System für 1-2 Jahre anschaffungskosten reichen. – Also anstatt du z.B. 150 CHF für ein NAS (ohne Festplatten / SSD’s) ausgibst, kannst du dein altes Gerät noch 1-2 Jahre laufen lassen und diese Geld in Energie «investieren».
Solltest du sowieso einen Server am laufen haben, eignet sich dieser natürlich noch besser, da dieser ja sowieso läuft und nicht mehr Energie oder keine weiteren Anschaffungen benötigt.

Wir verwenden hier eine Hyper-V VM.

Was du dazu benötigst

Auch für dieses Tutorial benötigst du wenige Sachen:

  • Ein altes Gerät / eine Virtuelle Maschine
  • Speicherplatz (je nach dem wie viele Daten du hast)
  • Mindestens 2 Physische Speicher bzw. 2 VHD’s (bei Physisch kann auch durch Partitionierung 2 Platten erstellt werden)
  • Vorzugsweise mindestens 2 besser 4 CPU / vCPU Kerne
  • Mindestens 1024MB (1GB) besser 4096MB (4GB) RAM / vRAM
  • Einen Netzwerkadapter
  • FreeNAS – auf einem USB-Stick oder als ISO für die VM – https://www.freenas.org/

Hinweis: Je mehr Systemressourcen du zur Verfügung hast, desto schneller wird dein NAS sein (natürlich bis eine andere Hardware Komponente Limitiert). Gerade für Physische Geräte interessant – Die Virtualisierung von VM’s ist in diesem NAS-OS unterstützt.

Die Installation

Sobald das Gerät gestartet wird, kannst du direkt mit «Enter» die Installation starten.

Da wir das Betriebssystem installieren möchten, wählen wir natürlich die erste Option.

Jetzt können wir die Festplatten auswählen.

Wir haben 2 VHD’s in diesem FreeNAS. Die 20 GB Festplatte und die 127 GB Festplatte. Die 127 GB ist gedacht für die Daten.

Wir werden gewarnt, dass die Festplatte formatiert wird. Somit sind alle Daten gelöscht. Da wir eine Neuinstallation mit leeren Festplatten machen, bestätigen wir dies natürlich mit «Yes».

Jetzt wird das Kennwort definiert des «Root» Users. Für Linux Neulinge kann man dieses Konto mit einem «Administrator» Konto der Windows Welt vergleichen. Wird keines erstellt, dann fragt FreeNAS beim ersten Login über das WebInterface nochmals nach.

Jetzt kannst du definieren, ob du einen UEFI Boot oder BIOS Boot verwendest. In VM’s empfehle ich BIOS und somit auch die GEN1 der VM. Bei Physischen Geräten musst du schauen wie dein Computer / Server konfiguriert ist.

Es dauert nun einige Zeit, während das OS installiert wurde bzw. auch Grundkonfigurationen vorgenommen wurden.

Sobald du bei dieser Meldung angelangt bist, kannst du die ISO entfernen bzw. den USB-Stick vom Computer ausziehen. Drücke anschliessend Enter um das Gerät / die VM neu zu starten.

Der erste Start kann etwas länger dauern, da das System diverse Konfigurationen durchführt.
Weitere Konfigurationen können anschliessend direkt übers Webinterface vorgenommen werden.
Hierfür wird dir die IP-Adresse angezeigt. Du kannst nun über diese auf dein FreeNAS zugreifen. Dieser URL sieht so aus: https://xxx.xxx.xxx.xxx

Das Webinterface / Die Konfiguration

Da ich kein Kennwort bei der Installation festgelegt habe, werde ich nun so begrüsst:

Als erstes empfehle ich die Grundeinstellungen des NAS festzulegen unter:

Wenn du es nur zu Hause verwendest sind folgende Einstellungen vermutlich die wichtigsten für dich:

Leider sind trotz festgelegter Deutscher Sprache diverse Optionen / Interface Beschreibungen in Englisch.

Hinweis: Wenn du dich besser auskennst, kannst du natürlich die anderen Optionen auch konfigurieren. Dies übersteigt jedoch den Rahmen für eine kleine Nutzung zu Hause.

Als nächstes wirst du wahrscheinlich die Benachrichtigungen per Mail erhalten. Hierzu konfigurierst du die folgende Option.

Da es sich bei dieser VM nur um eine VM für die Screenshots handelt, habe ich die Option nicht konfiguriert. In einem Produktiven System wird diese jedoch natürlich konfiguriert.

Jetzt erstellen wir einen «Pool» für die Applikationen auf dem NAS als auch für den späteren Datenshare.

Da wir noch keinen Pool haben, können wir keinen Importieren, sondern müssen einen neuen erstellen.

Wir fügen die in diesem Fall 127 GB Festplatte als neuen Pool hinzu.

Natürlich müssen wir auch hier wieder bestätigen, dass die Festplatte gelöscht wird.

Nach wenigen Augenblicken siehst du dann folgendes:

Jetzt erstellen wir noch eine Datenfreigabe. Da die meisten unter euch wohl Microsoft Windows verwenden, zeigen wir lediglich die SMB (Windows) Freigabe.

Ihr Konfiguriert natürlich auf dem Datenverzeichnis, benennt dies auch Korrekt, damit ihr dies später (falls ihr mehrere Shares macht) unterscheiden könnt.

Die Entsprechenden Services wird euer FreeNAS selbständig aktivieren wollen. Dazu natürlich zustimmen.

Im Anschluss könnt ihr im Explorer über die IP jeder Zeit zugreifen und euren Share entsprechend nutzen.

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